Burgerstein

Kinderwunsch: „6 von 10 Frauen nehmen Folsäure zu spät ein."

Maria Walliser - Präsidentin Stiftung Folsäure Schweiz und ehemalige Skirennfahrerin

Es ist doch erstaunlich: Obwohl 70 % der Bevölkerung mit dem Thema Folsäure vertraut sind, nehmen gemäß neusten Studien immer noch 6 von 10 Frauen Folsäure zu spät ein. Und dass Folsäure für das gesunde Wachstum eines Babys von lebenswichtiger
Bedeutung ist, stellt eine Tatsache dar, die bereits seit vielen Jahren erwiesen ist. Folsäure wird für die Zellteilung benötigt, besonders beim raschen Wachstum, also in der Frühschwangerschaft. Warum aber dieses folgenschwere Fehlverhalten im Umgang mit der Folsäure-Prophylaxe?


Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erwähnt in einer Informationsbroschüre Folgendes: „Die Vorbereitungen, um neuem Leben einen guten Start zu ermöglichen, beginnen schon vor der Schwangerschaft mit einer Maßnahme zur Verhinderung eines ‚offenen Rückens’ oder einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Genau hier spielt Folsäure eine wichtige Rolle: Ist der Körper der Frau nicht genügend mit Folsäure versorgt, können entscheidende Prozesse in der embryonalen Phase, also ganz zu Beginn der Kindesentwicklung, nicht optimal ablaufen. Es kann zum ‚offenen Rücken’, verbunden mit einer lebenslangen Behinderung des Kindes, kommen.

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung bildet eine gute Grundlage für die Entwicklung Ihres Kindes. Die zur Verhütung dieser Fehlbildung notwendige Menge an Folsäure wird aber damit meistens nicht erreicht. Daher wird allen Frauen, die schwanger werden möchten oder könnten, empfohlen, zusätzlich zur Ernährung täglich 400–800 Mikrogramm Folsäure als Tablette oder Kapsel, am besten in Form eines Multivitaminpräparates, einzunehmen. Und zwar möglichst 4 Wochen vor der Empfängnis und während der ersten 12 Schwangerschaftswochen.“


Klarer kann eine Empfehlung nicht sein, dennoch durchlaufen jährlich rund 75–80 junge Elternpaare den schweren Stress im Zusammenhang mit dem „offenen Rücken“. Rund ein Viertel der mit dieser Tatsache konfrontierten Eltern wünscht das Kind zur Welt zu bringen, sodass in der Schweiz jährlich ungefähr 15–20 Kinder mit „offenem Rücken“ und etwa 150 Kinder mit Lippen-Kiefer-/Gaumenspalte das Licht der Welt erblicken. Kinder mit einem „offenen Rücken“ sind lebenslang im unteren Körper gelähmt und auf enge Betreuung im Rollstuhl angewiesen.

Die Gründe, weshalb nur 4 von 10 Frauen die Folsäure zum richtigen Zeitpunkt einnehmen, sind zahlreich. Einerseits erreicht unsere Botschaft noch nicht alle Frauen mit Kinderwunsch. Andererseits dauert es heute vom Kinderwunsch bis zur Empfängnis immer länger, weil das Durchschnittsalter der Mütter nach oben gewandert ist. Und natürlich ist es nicht einfach, jahrelang an das Thema Folsäure zu denken. Wenn der Arzt die Schwangerschaft feststellt, befindet sich die Frau bereits in der 4. oder 5. Woche der Schwangerschaft, während der Verschluss des Neuralrohres schon zwischen dem 24. und 27. Tag abgeschlossen ist. Aus diesem Grunde startete im Januar 2000 die Stiftung Folsäure Schweiz mit dem Ziel, die Bevölkerung über die lebenswichtige Bedeutung der Folsäure zu informieren (www.stiftung-folsäure.ch oder info@stiftung-folsaeure.ch). Sie können bei der Stiftung kostenlos das „Folsäure-Magazin“ bestellen, ebenso empfehlenswert sind die beim BAG gratis zu beziehenden Broschüren „Ernährung rund um Schwangerschaft und Stillzeit“ und „Folsäure ist unentbehrlich“.

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